Bibelstunde für Comedians Teil 5

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Bibelstunde für Comedians Teil 5

 
Diese TV-Kritik, teilweise im Stil des Storytellings, bezieht sich primär auf die Bühnenshow von Dieter Nuhr: “Blödsinn aus der Bibel”. Dieter Nuhr kritisiert mit seiner Comedy selektiv die Schöpfungslehre der Bibel und stützt damit die Evolutionstheorie.
Dieter Nuhr prägte den Satz: “Wer keine Ahnung hat – Fresse halten!” Meinte Dieter Nuhr sich selbst? Das können Sie in diesem Fortsetzungs-BLOG Scheibchenweise nachlesen….
 
 
Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse
 
Zu dem nächsten Kritikpunkt Ihrer Show kommt jetzt schon eine aktuelle wissenschaftliche Betrachtungsweise hinzu, die sehr deutlich macht, dass die Bibel modernen wissenschaftlichen Ergebnissen nicht wieder spricht, zumindest in den Bereichen, die aufgrund heutiger Erkenntnisse überprüfbar sind.
 
Ihre Kritik:
„Eva als Gebährmaschine. Mal zwei vorne raus, dann mal wieder drei hinten raus. Inzucht über drei Generationen, die 1000nde Menschen erzeugen konnten! Und Kain hat es wohl mit den Affen getrieben, weil er keine Frau hatte.“
 
So in etwa beschreiben Sie die Gebährmaschine Eva und kommen dann zu dem Vergleich mit Ursula von der Leyen, der ehemaligen Verteidigungsministerin, die, so glaube ich zu wissen, 7 Kinder geboren hat:
 
Zitat Dieter Nuhr: „Eva, die Ursula von der Leyen der Bibel“.
 
Das geht stark in Richtung Mobbing. Sie diskreditieren damit alle Frauen, die mehr als 3 oder 4 Kinder zur Welt gebracht haben. Außerdem lassen Sie jederlei Respekt vor der weiblichen Fähigkeit, mehr als 2 oder 3 Kinder zur Welt zu bringen, vermissen.
Sie bezeichnen sich als Humanist Herr Nuhr. Ob klassischer oder neuzeitlicher Humanismus, beide vereint jedoch eine gewisse Ethik, die nämlich Respekt vor dem Menschen impliziert. Aber wie sagte schon Tucholsky, „Satire darf alles!“
 
Bleiben wir aber beim Thema Inzucht. Jeder Mensch soll etwa 6 defekte Gene besitzen. Geschwister sind jeweils zu Hälfte genetisch identisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide ihre defekten Gene weitergeben, liegt weit höher, als bei nicht verwandten Erzeugern. Studien von Inzucht Kindern zeigen, das fast 50% geistig behindert sind.
 
Die Frage ist nur, was ist, wenn ein Geschwisterpaar über robuste, zu 100% gesunde Gene verfügen würde? In dem Fall würden auch gesunde Kinder als Nachkommen gezeugt! Genau das zeigt uns wiederum die Bibel auf.
 
Vorher ein kleiner Exkurs.
Herr Nuhr, kennen Sie den Unterschied zwischen Kindererziehung und Hundeerziehung?
Genau genommen kann man einen Hund nicht erziehen. Gemäß Wikipedia gehört zur Erziehung auch die Belehrung. Sie können einem Hund noch so lange erklären, das Fast Food fett macht, es wird nicht fruchten. Wobei diese Erkenntnis auf manche Kinder ebenfalls zutrifft. 😉
 
Einen Hund können Sie abrichten oder konditionieren. Wobei das auch bei Kindern gut funktioniert. Die raschelnde Tüte mit den Leckerlis, setzt beide Klientelen in Alarmbereitschaft, das wissen wir seit Pawlow. Allerdings sollte Konditionierung bei Kindern die Ausnahme bleiben. Ein Kind sollte über Vorbildfunktion, Belehrung und gelenkte Erfahrung, Einsichten und Wertmaßstäbe entwickeln, die es für eine autonome Lebensführung ausrüsten.
 
Gemäß dem Stufenmodell von Piaget, würde ich für die sensomotorische Phase und die Phase der Objektpermanenz, partielle Konditionierung bei Kindern im Einzelfall, für sinnvoll erachten. Ist meine persönliche Meinung.
 
Kommen wir wieder zu dem Thema Inzucht und Bevölkerung der Erde und zu Ihren Aussagen der Unmöglichkeit, der expansiven Population durch ein Menschenpaar.
 
(Allerdings würde mich mal Ihre Version der ET interessieren, da haben sich ohne Fortpflanzung wohl Horden von Affen entwickelt, die das Inzucht Problem galant umschifft haben. Das ist das Schöne an einer Pseudo-Wissenschaft, man kann sich alles zurecht biegen, kann ja keiner das Gegenteil beweisen)
 
Römer 5:12 zeigt auf, dass Menschen erst sterben mussten, nachdem Adam und Eva gegen Gott rebellierten. Vorher waren sie vollkommen, mit der Fähigkeit, nie zu sterben. Das „Ewiges Leben“ im Bereich der Möglichkeiten liegt, darüber sind sich seriöse Wissenschaftler heute einig. Einige Einzeller sind in der Lage, Milliarden von Jahren zu leben, weil sie im Rahmen der Zellteilung quasi immer „neu und unverbraucht“ bleiben. Wenn sie sterben, dann nur wegen äußerer Einflüsse. Warum sollten menschliche Zellen nicht dazu in der Lage sein. Ist alles nur Formelwerk: DNA
 
Auch der Mensch erneuert sich in seinen ersten Lebensjahren immer wieder über Zellteilung. Allerdings verhindert ein „Programm“, dass diese Zellteilung unendlich funktioniert. Dazu später mehr.
 
Die ersten beiden Menschen wurden vollkommen erschaffen, mit der Fähigkeit ewig zu leben. Vollkommen bedeutet, dass der Gen Code ebenfalls vollkommen war.
Wenn Sie sich mal über personalisierte Genanalyse informieren, dann werden Sie feststellen, dass man über bestimmte Schalter der Gene Krankheiten quasi abschalten kann, um es mal Laienhaft zu formulieren.
Bspw. das sogenannte Sprachgen FOXP2, wirkt ähnlich wie ein Dirigent auf einige Gene und nimmt damit Einfluss auf die Redefähigkeit. Es gibt Menschen, bei denen dieses „Sprachgen“ nicht richtig dirigiert. Schaltet man den Fehler aus, schaltet man den Redefehler aus.
Bezogen auf das erste Menschenpaar, das über eine DNA verfügte, bedeutet diese Erkenntnis, dass deren Kinder problemlos gesunde Nachkommen erzeugen konnten. Von daher war Eva nur in den ersten 15 – 20 Jahren allein Nachwuchs erzeugend.
 
 
Jetzt behaupten Sie, Gott hätte mit der Erschaffung der Menschen Fehler gemacht:
 
„Schon Kain und Abel wären ein gutes Bespiel, einen sozialen Brennpunkt zu markieren, den Gott zu verantworten hätte. Schließlich hat Kain Abel erschlagen.“
 
Nun, ich denke Sie oder auch ich würden keinen Menschen töten oder eine Bank überfallen. Ich habe gelesen, dass Sie sich bspw. in vielen Fällen sozial engagieren. Das ist lobenswert.
 
Viele Menschen verweigerten den Dienst an der Waffe und wurden dafür selbst zum Tode verurteilt, weil sie nicht auf andere Menschen schießen wollten (bspw. August Dickmann, der erste Wehrdienstverweigerer im dritten Reich, der deshalb hingerichtet wurde).
 
Ein Pfarrer ist gerade an Covid-19 gestorben, weil er einem jüngeren Mann das Beatmungsgerät überließ.
Oder Bundespräsident Steinmeier, hat für seine Frau eine seiner Nieren gespendet.
 
In der Vergangenheit gab es viele Beispiele, die aufzeigen, dass Menschen extrem integer handelten oder sogar ihr Leben für andere ließen.
Also man sieht, dass Sie, als auch viele andere Menschen Eigenschaften involvieren, die durchaus als biblisch vorbildlich dokumentiert bezeichnet werden können. Gott hat also nicht alles falsch gemacht.
 
Gott hat den Menschen aber nicht abgerichtet! Er hat ihm einen freien Willen und einen Verstand gegeben. Dass er das hätte tun können, beweist die Tierwelt. Unsere zugelaufene Katze bspw., nimmt von mir ein Stück Wurst, frisst es nicht selbst sondern läuft hinter das Haus und bringt es ihren Jungen. Das ist keine rationale Entscheidung der Katze, das ist Ihre Programmierung, ihr Instinkt.
 
So gesehen hätte Gott also soziale Brennpunkte antizipierend verhindern können. Gott möchte aber aus freien Stücken von den Menschen geliebt und verehrt werden. Er wollte keine Instinkt gesteuerten Menschen oder Roboter. (Welches Kind freut sich schon über einen elektrischen Dackel?) Deshalb hat er uns in seinem Bilde erschaffen. Das bedeutet, dass jeder Mensch die Anlage erhalten hat, göttliche Eigenschaften zu entwickeln wie Freude, Liebe, Langmut, Demut etc.
 
So setzt bspw. soziales Engagement für andere Menschen bei uns Freudes-Hormone im Gehirn frei. „Geben ist beglückender als Nehmen“, unterstreicht diese wissenschaftliche Erkenntnis. Gott hat uns also sogar Belohnungsmechanismen eingebaut. Die ET hat uns nur das Recht des Stärkeren implementiert.
Fragen Sie mal einen Evolutions-Ideologen, wie er diesen Sachverhalt erklären würde. Die E-Theorie fokussiert das Recht des Stärkeren. Das hat sogar Hitler mit seinem Sozialdarwinismus erkannt.
 
Was Darwin und Hitler nicht berücksichtigten ist, dass die meisten Menschen „das Schwache“ unterstützen und Hilfestellung geben. Mit dieser Eigenschaft, „die die Evolution den Menschen implementiert haben soll“, hat die Evolution quasi ihre eigene Strategie hinterfragt oder torpediert.
 
Für uns Menschen hat der freie Wille den Nutzen, ein interessantes Leben zu führen, auf Basis eigener Entscheidungen. Stellen Sie sich vor, da wäre ein kleiner Diktator in unserem Gehirn, der uns ständig sagt, was zu tun ist. Gerade Sie als Humanist müssten die „Eigensteuerung“ Ihres Lebens zu schätzen wissen, Herr Nuhr.
 
Eine Kernaussage des Humanismus beschreibt Professor Dr. Helmut Thielmann:
„Humanisten gehen davon aus, dass Menschen das Recht haben, ihrem Leben selbst Sinn und Gestalt zu geben, solange sie das Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen respektieren.“
Gemäß dieser Definition ist Gott der größte Humanist, wir haben einen freien Willen.
 
Außerdem sagt er:
„Positive Freiheit ist die Anwesenheit von Regeln, die das Selbstbestimmungsrecht gesellschaftlich sicherstellen und gestalten.“
 
Gott hat uns Menschen einen extrem großen Spielraum zugestanden, in dem wir uns frei bewegen können. Allerdings hat er auch einige Regeln aufgestellt, um als menschliche Gesellschaft ein glückliches Leben führen zu können. Würden sich alle Menschen daran halten, gäbe es keinen Hitler, keine Kriege, keine hungernden Menschen, keinen Trump, keine Tierquälerei, nicht einmal Corona oder Aids und – leider auch keine Comedys, zumindest keine Comedys, die Zeitgenossen mit ihrem Hohn und Spott überschütten.
 
Im Gegensatz zum „Kategorischen Imperativ“ Emmanuel Kants, ist die „Goldene Regel“ Jesu, weit wirkungsvoller im menschlichen Miteinander. Kants Aussage impliziert „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu“.
 
Jesu Aussage dagegen impliziert „Was Du willst das man Dir tut, das tue anderen“.
 
Herr Nuhr, Sie merken sicherlich: Kants Intension war passiv, Jesu Intension, aktiv. Beispiele:
„Ich mache mich kleiner als mein Gegenüber, da ich weiß, wenn man mich von oben herab behandelt, dann gefällt mir das nicht.“
„Ich komme anderen in Ehrerbietung zuvor, weil ich weiß, wie gut mir dieses Verhalten anderer tut.“
 
Ich glaube nicht, dass Ihnen mein Artikel Freude bereitet. Nicht einmal mir tut es gut, dass ich Sie hier vorführe. Das wusste Jesus, aber nicht Kant.
 
Berater, die Entscheidern etwas verkaufen wollen, lernen diese biblische Strategie ohne es zu wissen. In einem Verkaufsgespräch, gilt als oberste Maxime eine gewisse Demut und ein altruistisches Kommunikationsverhalten als Ziel führend.
 
Jesu Intention war allerdings keine aufgesetzte Strategie, um persönliche Ziele zu erreichen. Es ging ihm um eine menschliche, friedsame Gesellschaft, die respektvoll miteinander umgeht.
Wie oben schon erwähnt, ein Großteil Ihrer Comedy hätte in einer solchen Gesellschaft keinen Platz.
 

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