Bibelstunde für Comedians, Teil 8

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Bibelstunde für Comedians, Teil 8

Diese TV-Kritik, teilweise im Stil eines Storytellings, bezieht sich primär auf die Bühnenshow von Dieter Nuhr: “Blödsinn aus der Bibel”. Dieter Nuhr kritisiert mit seiner Comedy selektiv die Schöpfungslehre der Bibel und stützt damit die Evolutions-theorie.
 
Dieter Nuhr prägte den Satz: “Wer keine Ahnung hat – Fresse halten!” Meinte Dieter Nuhr sich selbst? Das können Sie in diesem Fortsetzungs-BLOG Scheibchenweise nachlesen…. ………
 
Zitat Dieter Nuhr: „Wasser marsch, mal schnell alles durchgespült, mit der Sintflut alles abgemurkst, Hauptsache tot.“
 
Gut, das Sie damals noch nicht auf der Bühne standen, die Welle hätte Sie sicherlich auch weggespült, Herr Nuhr!
 
Wir müssen uns jetzt wieder daran erinnern, dass Gott dem Menschen einen freien Willen gab, ohne Konditionierung, Automatisierung oder Digitalisierung. Das galt übrigens auch für die Engel. Auch die Engel wurden nicht Zwangs-Automatisiert. Die Engel hatten sogar die Möglichkeit, sich als Menschen zu materialisieren.
 
Ich stell mir das immer ein wenig so vor, wie Käpt’n Kirk, Pille und Spok sich aus Ihrem Turbolift auf den Planeten Tarsus IV beamten. 50 Billionen Zellen mit je 100 Billionen Atome, wurden da mal eben entmaterialisiert und auf Tarsus IV wieder zusammen gesetzt.
 
Gemäß der Bibel wird der Mensch in nicht allzu weiter Zukunft in die Lage versetzt, ewiglich zu leben (Offenbarung 21:4). Hört sich utopisch an, wird aber durch seriöse Wissenschaftler für möglich erachtet. Wer weiß, vielleicht werden wir irgendwann in der Lage sein, uns ebenfalls irgendwohin zu beamen. Zeit spielt keine Rolle mehr.
 
Schließlich wurde erst gerade ein der Erde sehr ähnlicher Planet entdeckt, Kepler 1649-c. Dort soll es etwas kühler sein als auf der Erde, aber man kann sich ja ne warme Jacke mitnehmen. Ist jetzt meine Idee, steht nicht in der Bibel. Allerdings sagte Gott schon zur Zeit des Turmbau zu Babel:
 
1.Mose 11:6
 
6 Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.
 
Aus heutiger Sicht durchaus relevant, der letzte Satz. Immerhin fliegen die Menschen zum Mond und noch weiter. In der zukünftigen Welt wird es auch wieder nur eine Sprache geben (1. Mose 11:1). Also insofern uns Gott in dieser Beziehung keine Grenzen setzt, auf zu neuen Herausforderungen!
 
Kommen wir aber auf Ihren Einwand zurück, Herr Nuhr. „Die sozialen Missstände und die darauf folgende Sintflut mit tödlichem Kahlschlag zum Anbeginn der Menschheit. Gott hatte Ihrer Ansicht nach nicht sauber gearbeitet.“
 
Wie schon gesagt, Engel konnten sich materialisieren. Einige der Söhne des wahren Gottes, fingen an, sich für Töchter der Menschen zu interessieren (1.Mose 6:2).
 
Ich vermute mal, bis 1. Mose Kapitel 6 sind Sie nicht gekommen, sonst wäre das ja wohl auch Stoff für Ihre Comedy geworden.
 
Jedenfalls zeugten diese „Engel“ Kinder, sogenannte Nephilim. Die Nephilim werden immer nur im Plural genannt. Der Begriff bedeutet „die zu Fall bringenden“. Ja, die Übersetzung offeriert schon mal nichts Gutes. Sie wurden als die „Starken“ bezeichnet und gingen später in vielen Kulturen und deren Mythologien ein, was zeigt, wie stark sich diese Klientelen in das Gedächtnis der Menschheit eingebrandt hat. Zyklopen, Tyrannen oder Riesen wurden sie genannt.
 
By the way, kleine Nebeninformation: Es gibt ja immer wieder Theologen, Theologinnen oder emanzipierte Frauen, die behaupten, Gott und die Engel könnten auch weiblich sein. In der Bibel steht davon nichts. Allerdings zeugten die materialisierten Engel, nur männliche Nephilim. Das bedeutet, dass die materialisierten Engel nur über X Chromosome verfügten. Außerdem spricht die Bibel nicht von Engelinnen, die sich männliche Menschen nahmen. Man darf also getrost annehmen, dass die Engel in ihrem nicht physischem Zustand zumindest männlich denken. (Dieser kleine Exkurs soll zeigen, wie viel Information aus der Bibel eruierbar ist, wenn man die Bibel aufmerksam und interdependent vernetzt liest.)
 
In 1. Mose 6:11 wird dann gezeigt, dass die Erde zusehends verderbt wurde. Also das soziale Elend, das Sie in Ihrer Bühnenshow bezüglich Kain und Abel anprangerten, nahm jetzt richtig Fahrt auf.
 
Dass Gott nicht immer gleich wie ein Diktator dazwischen schlug, zeigt der gesamte Bericht vor der Sintflut. Immerhin hatte die Nephilim noch etwa 120 Jahre Zeit bis zur Sintflut (1. Mose 6:3).
 
Auch der Apostel Petrus bezog sich später in diesem Kontext, auf die Geduld Gottes.(1. Petrus 3:19,20)
 
Dass die Sintflut nicht vergleichbar mit der Axt im Walde war, zeigt einerseits, dass Noah etwa 40 Jahre lang den Menschen die Sintflut predigte, wobei niemand auf die Idee kam, bei dem Bau der Arche mit anzupacken, im Gegenteil, es brachte ihm nur Hohn und Spott ein. Schon damals gab es Comedians!
 
Das muss man sich vorstellen. 40 Jahre schufteten Noah und seine Familie an dem Projekt. Und jeden Tag schauten ein paar Touris mit einem oder mehreren Comedians vorbei. Ja Herr Nuhr, solche Leute wie Sie gab es immer schon. Was fehlte war die Fernsehübertragung. Damals hätten Sie von den Almosen leben müssen, die Ihre Zuhörer Ihnen gespendet hätten.
 
„Ah, Noah, sei vorsichtig mit diesem Balken da, falls er Dir auf den Fuß fällt, brauchst Du einen Krankenschein. Dann müssen wir die Sintflut verschieben!“ Lautes Gelächter der anwesenden Clique.
 
„Noah, schon den Wetterbericht gehört? Die nächsten Wochen soll nur die Sonne scheinen!“
 
40 Jahre Hohn und Spott!! Ich finde, die haben das Absaufen verdient. Jetzt kann man wieder monieren, aber da waren ja Babys dabei. Ja nun, die hatten ihr Seepferdchen eben noch nicht abgelegt! (Das war jetzt Sarkasmus a la Dieter Nuhr. Will ich mir aber nicht angewöhnen)
 
Ich kann das aber nachempfinden. Babys, Kinder, Tiere…alle ertranken. Ich kann mir kein Urteil erlauben. Es steht mir nicht zu, Gott zu kritisieren. Aber man könnte folgendes Beispiel anführen:
 
„Ein Vater, der betrunken Auto fährt und seine kleinen Kinder nicht gesichert im Auto mitführt. Er rast mit 120 km/h durch die Stadt und verunglückt. Ein Kind stirbt, das andere sitzt im Rollstuhl. Wer war schuld? Der Gesetzgeber oder der Vater?
 
Dieses Beispiel ist aus menschlicher Sicht nicht 100% erklärend. Aber so ähnlich sieht das Gott. Er hat Gesetze erlassen, die bei Einhaltung für die Menschen und ihre Kinder zum Nutzen sind. Eltern haften für ihre Kinder! Ist sogar auf Baustellen so. Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich. Man sieht es immer noch in einigen Ländern. Die Eltern rauchen im Auto obwohl ihre Kinder hinten sitzen. Wer ist schuld, wenn die Kinder später Krebs bekommen?
 
Letztendlich wissen wir auch nicht, wie Gott das Ganze kompensiert?
 
Zum anderen, zeigt sich in einem Gespräch mit einem “kritischen Abraham”, bezüglich der Vernichtung Sodom und Gomorra, dass Gott durchaus differenziert vorgeht, bei der Vernichtung von Menschen. Abraham begann zu fragen, ob Gott trotz 50 Gerechter in der Stadt, Sodom vernichten werde. Gott verneinte dies. Abraham fragte dann noch fünf Mal, bis er bei 10 Gerechten ankam. Gott verneinte geduldig jede der Abfragen. (1.Mose 18:23-33).
 
Also Herr Nuhr, „mal eben alles fluten, Hauptsache alle tot“, da haben Sie mal wieder zu Gunsten Ihrer Comedy, auf eine optimierte Recherche verzichtet. Genau das werfen Sie der Bibel ja vor: „schlechte Recherche!“ Sie denkender Mensch, Sie!
 
„Zwei Menschen reichen nicht aus um eine Population wie die der Bibel zu erreichen.“ Ihre Worte! Aber ein Einzeller in der Ursuppe, der reicht natürlich aus! Also bei Adam und Eva reicht meine Phantasie aus, bei einem Einzeller in der Ursuppe,….na ja.
 
In einem der vorhergehenden Kapitel, habe ich den Vorgang der Bevölkerung der Erde ja ausschweifend erklärt.
 
Da haben wir es wieder: Sie sind der Denker, alle anderen die an die Schöpfung glauben, sind doof.
 
Gut Herr Nuhr! Es geht jetzt erst mal weiter mit Bruce H. Lipton. Sie sind ja nicht der einzige Evolutions-Ideologe auf der Welt. Bruce H. Lipton hat sogar ein Buch darüber geschrieben, über diese Pseudo-Wissenschaft. Er schreibt so ganz niedliche Sachen im Kontext der Epigenetik. Zum Beispiel nennt er die Zellen eines Menschen „kleine Menschen“. Ist das nicht drollig? Ich bin im Gegensatz zu Bruce kein Naturwissenschaftler und nenne die Zellen „kleine Maschinen“. Wer von uns beiden der Sache näher kommt, lesen Sie im Teil 8.

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